Wandfragment
aus der Grabkammer des Chabechnet, aus
Deir-el-Medine
ÄMP 1625; Ägyptisches
Museum Berlin, SMPK
-
rötlicher Kalk - Gipsputz, der auf einer Schicht Nilschlamm
-.aufgetragen wurde, Scraffitotechnik
- H: 74 cm; B: 172,5 cm; T: 5 cm
- Fragmente in Gips gebettet
Das
Relief befand sich vor der Restaurierung im Depot im Pergamonmuseum
und war in einem sehr schlechten Zustand (Abb. 2). Es war
in einen breiten hölzernen Rahmen gefasst, der einst
zur Anbringung an einer Wand diente. Von hinten war eine
Schichtholzplatte angesetzt, die das Relief am Rahmen fixierte.
Die Oberfläche war mit einem braunen fleckig wirkenden
Farbüberzug versehen. Mehrere Risse durchzogen das
Relief, die teilweise sehr schlecht mit braun getöntem
Gips “repariert” waren.
Nach der Demontage des Rahmens konnte erst das eigentliche
Schadensausmaß erkannt werden (Abb. 1). Die originalen
Putzfragmente besitzen eine Materialstärke von 3 bis
30 mm und sind in das 40 mm starke Gipsbett eingesetzt.
Zusätzlich war das Relief auf einer Kunststeinplatte
aufgeklebt, die mehrmals gebrochen war.
Der Zustand des Originalputzes war sehr instabil, so dass
eine Reduktion des Gipsbettes ausgeschlossen werden musste.
Jedoch musste die Kunststeinträgerplatte im Laufe der
Maßnahmen durch eine Aluminium-Wabenverbundplatte
ersetzt werden.
Zu Beginn der Konservierung wurden naturwissenschaftliche
Analysen des Originals sämtlicher Ergänzungsmaterialien
sowie von Pigmenten durchgeführt, um ein geeignetes
Konzept entwickeln zu können.
Restaurierung:
- Lösen des Farbüberzuges
- Festigung loser Fragmente mit flüchtigem Bindemittel
- Entfernung loser Gipsbrocken und Verfüllen der Brüche
mit dis-
-.pergiertem Weißkalkhydrat
- Stabilisierung der Rückseite, um die Aluminiumplatte
aufziehen zu -.können
- Reduktion der Gipsschlämme auf der Oberfläche
- neutrale Kittung der Fehlstellen unter Originalniveau
- Retusche in Trateggiotechnik
- Entwurf und Anfertigung eines Rahmens und eines Gestells
für die -.Präsentation
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